Projekt der RAG: Förderturm der Ideen – Unser Team stellt seine Idee vor

Ein Team aus unserer Klasse 8.3 G nimmt am Wettbewerb der RAG Stiftung: „Förderturm der Ideen“ teil. Es geht in diesem Wettbewerb darum, eine Projektidee zu entwickeln und die Durchführbarkeit zu überprüfen. Ziel ist es, den Ort für alle unter Berücksichtigung der Werte der Bergleute wie Zusammenhalt und Integration zu verbessern. Im Saarland ist der Wettbewerb für zwei Gewinner mit jeweils 50.000 Euro ausgeschrieben. Zehn unserer Schülerinnen und Schüler haben sich unter Betreuung durch Herrn Hartmann dieser Herausforderung gestellt. Mit beeindruckendem Ergebnis. Lesen Sie hier die Zusammenfassung des Teams.


Warum wir teilnehmen

Einige Schüler von uns haben schon in unserer Modellbau-AG Erfahrung mit dem Projekt „Architektur trifft Schule“ gesammelt. Als wir von dem Projekt „Förderturm der Ideen“ gehört haben, haben wir uns gedacht mitzumachen und Quierschied zu verschönern.

In unserem Projekt mit dem Generationenbeirat Quierschied besuchen wir regelmäßig Seniorinnen und Senioren in der Seniorenresidenz. Dabei ist uns aufgefallen, dass die unterschiedlichen Generationen sehr getrennt voneinander leben. Das soll sich in Zukunft ändern, denn alle Generationen können sehr voneinander profitieren, wie wir gelernt haben.

Wir haben uns deshalb zusammen mit der ersten Vorsitzenden Frau Te Koppele überlegt, wie wir den Ort verschönern können, sodass alle – von Jung bis Alt – davon profitieren. Damit entspricht unser Projekt den Werten der Bergleute wie Integration und Zusammenhalt. Dies haben wir mit unserem Logo „Quelle“ verdeutlicht. Die Buchstaben stehen für Quierschied, Zusammenhalt, Generationen, lehrreich, lebendig und essbar.

Zur Ideenfindung haben wir im Ort Umfragen durchgeführt und ermittelt, was sich die Menschen wünschen und was ihnen fehlt. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir etwas für jede Generation anbieten wollen, jedoch an einem gemeinsamen Ort. Etwas, das jeder Generation Freude bereitet und alle miteinander verbindet.

Auch bei unserem Bürgermeister, Herrn Lutz Maurer, waren zu Gast und haben unsere Idee vorgestellt.

Somit haben wir uns überlegt, auf einer zentral im Ort gelegenen Grünfläche eine Feuerstelle innerhalb eines Pavillons zu  erstellen, die umgeben ist von einem essbaren Garten mit verschiedenen Hochbeeten, einem Spielplatz für die ganz Kleinen, einem Teich mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten und einem offenen Klassenzimmer, in dem alle Generationen bei schönem Wetter draußen lernen können. Der essbare Garten spiegelt in Verbindung mit den Jahreszeiten den Lauf des Lebens wieder. Es soll fünf Hochbeete geben, die in „Q“ Form (für Quierschied) angelegt werden und die eine Verknüpfung mit dem Ort Quierschied darstellen. In vier der Hochbeete, die in Kreisform gestaltet sind, sollen in Anlehnung an die Lebensuhr vom Frühling bis Winter passende, nach Möglichkeit essbare, Pflanzen gepflanzt.

 

 

Zusammenfassung unserer Projektidee

Unser Projekt heißt „Quelle“. Die Buchstaben stehen für Quierschied, Zusammenhalt, Generationen, lehrreich, lebendig und essbar. Wir wollen in unserem Projekt einen essbaren Garten, einen Platz zum Treffen, einen Ort zum Lernen und zum Entspannen für alle – von Jung bis Alt – schaffen.

Im Vordergrund des Modells ist das Außenklassenzimmer zu erkennen. In der Mitte der Pavillon, der von Hochbeeten umrandet wird und im Hintergrund der Teich.

Zentraler Mittelpunkt dieses Treffpunktes ist ein Pavillon mit Bänken. Unter dem Pavillon befindet sich eine Grillstelle. Rundherum gibt es fünf Hochbeete, die in Q-Form angelegt sind und die in die vier Jahreszeiten unterteilt werden. In vier der Hochbeete, die in Kreisform gestaltet sind, sollen von Frühling bis Winter passende, nach Möglichkeit essbare, Pflanzen gepflanzt werden. So blühen im Frühlingsbeet Frühlingsblumen und im Sommerbeet lassen sich Tomaten ernten. Der essbare Garten spiegelt den Lauf des Lebens und die Integration aller Generationen in ein Konzept wider. Das Dach des Pavillons soll mit Solarzellen bestückt werden, die Strom für die Beleuchtung der Wege nachts und für die Teichpumpe gewinnen. Das Dach des Pavillons soll ebenfalls Regenwasser auffangen, das in einem 4 Kubikmeter fassenden Erdtank gespeichert wird, um damit die Pflanzen gießen zu können. Damit versuchen wir nachhaltig zu handeln. Für die VHS, die Schulen und Vereine haben wir auch ein Außenklassenzimmer geplant, das eine große wetterfeste Tafel bereitstellt. Die Lernenden können auf Sitzbänken aus Massivholz (Baumstämmen) platznehmen. Ein Teich mit Bänken dient der Entspannung und unter den angrenzenden Bäumen soll ein Spielplatz für die ganz Kleinen entstehen. Unsere Idee ist in Kooperation mit der Seniorenresidenz Quierschied und dem Seniorenbeirat Quierschied entstanden. So sollen die Wege möglichst barrierefrei gestaltet werden und die Bänke mit Hilfen versehen werden, damit die Seniorinnen und Senioren besser aufstehen können.

Nico und Tassilo stellen ihre Idee Herrn Peter Gillo, Direktor des Regionalverbands Saarbrücken, vor

Zusammenfassend gesagt wollen wir einen Ort zentral in Quierschied zum Entspannen, Lernen und Treffen errichten, der für alle Generationen leicht und schnell zugängig ist. Der Weg zum Seniorenheim ist nicht lang und hat kaum Steigungen. Der Weg von der Schule dauert höchstens 3 Minuten. Ein Kindergarten befindet sich direkt neben der Grünfläche. Das heißt, der Ort ist für alle Generationen perfekt zugängig. Das offene Klassenzimmer ist dafür geeignet, im Sommer draußen zu unterrichten, wenn es im Klassenzimmer zu heiß wird. Auch Vereine und VHS können den Lernort nutzen. Im essbaren Garten kann jeder Besucher Früchte oder Gemüse ernten und sich dann an den Teich setzen. Abends kann man mit seinen Freunden an der Feuerstelle grillen. An diesem Ort können alle Generationen miteinander in Kontakt kommen.

 

Eine Seniorin könnte in Zukunft so über unser Projekt denken:

„So, das Frühstück war lecker. Jetzt gehe ich zur QUELLE. Oh, ich bin schon da, obwohl ich ja nur 5 Minuten gelaufen bin. Wo setzte ich mich denn heute hin? An den Teich oder in den Pavillon, in die Mitte der Blumenbeete oder den essbaren Garten, oder vielleicht hinten ins offene Klassenzimmer bei die VHS. Vielleicht kann ich noch was lernen von den Jungen von heute oder ich kann ihnen von früher erzählen. Immerhin bin ich ein Zeitzeuge. Nein, ich setze mich lieber in den Pavillon. Das Frühjahrsbeet sieht sehr schön aus. Ob die Tomaten im Sommer lecker schmecken werden? Ich bin froh, dass es diesen Platz gibt für Jung und Alt. Wenn mein Enkel mich am Montag besuchen kommt, gehe ich mit ihm hierher. Er kann auf dem Spielplatz spielen und ich kann meine Zeitung im Schatten lesen. Der Teich ist sehr schön gemacht. Ich bin sehr froh, dass die QUELLE so nah an dem Seniorenheim ist, sonst müssten wir alle ewig laufen und es ist alles barrierefrei für uns Alten. Da kommen ein paar Jungs mit Holz. Die wollen sicher grillen. Ob ich denen auch zeigen muss, wie man ein Feuer macht. Die letzte Gruppe brauchte meine Hilfe. Dafür gabs auch ein leckeres Würstchen. Einfach großartig dieser Ort.“

 

 

Drückt unserem Team die Daumen

 


Hier noch ein paar weitere Einblicke in die Entstehung der Idee


Text: Janina Herber und Lara Eßling – 8.3 G

Fotos: A. Hartmann

 

 

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